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Wir bringen unseren Lesern in diesem und einem folgenden Heft eine Reihe von Aufsätzen, in denen Abgrenzungsfragen auf dem Felde der Psychotherapie behandelt werden. Die Beiträge gruppieren sich im wesentlichen um Fragen der Diagnostik, der Beratung und Behandlung, einmal von der Psychologie, einmal von der Medizin aus gesehen. Die Thematik von „Beratung“ und „Behandlung“ — auch unter bèrufsständischem Aspekt — war u. a. Gegenstand der letztjährigen „Internen Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Psychotherapie und Tiefenpsychologie e. V.“ im September 1954 zu Heidelberg. Es kam der Tagungsleitung dabei wesentlich darauf an, erst einmal eine Diskussion zwischen Vertretern der verschiedenen auf dem Felde der Psychotherapie wirkenden Berufe in Gang zu bringen, um akute und latente Überschneidungsprobleme herauszustellen. Wir glauben, unseren Lesern wie der weiteren Öffentlichkeit mit dem Abdruck der wichtigsten Diskussionsbeiträge eine gegenwarts- und problemnahe Orientierung über die Lage der deutschen Psychotherapie in dieser Hinsicht zu vermitteln und möchten weitere Stellungnahmen dazu anregen. Redaktionell mit ordnender Hand einzugreifen und die einzelnen Beiträge ausdrücklicher aufeinander abzustimmen, schien uns im gegenwärtigen Stadium der Diskussion noch verfrüht.
Der folgende Beitrag geht auf eine thematische Einführung des Verfassers zu einem Verhandlungstage der letzten internen Arbeitstagung der „Deutschen Gesellschaft für Psychotherapie und Tiefenpsychologie“ zu Heidelberg (September 1954) zurück. Auf dieser Tagung waren erstmalig Fachvertreter der Psychotherapie und Psychologie zusammengekommen, um gemeinsam organisatorische und methodische Fragen zu besprechen, die in