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Aeppli versucht eine allgemeinverständliche Darstellung der Traumdeutung. Das schwierige Unternehmen gelingt ihm — ohne daß er Konzessionen macht —, weil er die selbstgesetzten Grenzen nie überschreitet. Das Resultat ist ein Buch, das genau das ist, was es zu sein vorgibt. Aeppli verzichtet auf Fachausdrücke und theoretische Erörterungen, vermeidet es aber andererseits, Verständlichkeit durch Vereinfachung komplizierter Tatbestände zu erkaufen. Die Auffassungen, die er vertritt, fußen auf der komplexen Psychologie Jungs und sind damit der Kritik ausgesetzt, die dieser Psychologie als solcher gilt. Da Aeppli aber ein erfahrener Psychologe ist, der sich durchwegs auf Erfahrungen aus der eigenen Praxis stützt, haben seine Ausführungen eine Lebensnähe, die wenigen Büchern aus dem Kreise um Jung eignet. Obwohl sich Aeppli hauptsächlich an ein Laienpublikum wendet, ist sein Buch auch für den Fachmann durchaus lesenswert.