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Der Verfasser, einer unserer hervorragendsten Kenner und Autoren indischer Philosophie, insbesondere der Lehre und Praxis des Yoga, stellt sich in dieser Veröffentlichung die kühne Aufgabe, mit der Frage nach dem Sinn und Zweck des Daseins noch über den Weg der Hingabe (Bhakti-Yoga) und der Beherrschung aller geistigen Vorgänge (Râja-Yoga) hinauszuführen. Das Buch stellt meines Wissens den ersten Versuch dar, den Europäer mit den Geheimnissen des „Yoga der philosophischen Erkenntnis (Jñâna-Yoga) vertraut zu machen, der in Indien und, wie mir bekannt ist, auch in Tibet von wenigen Eingeweihten geübt wird. Das Wagnis dieses besonderen Yoga muß sich jedoch mit dem Yoga der Devotion und der mentalen Konzentration vereinen. Die mystische Erfahrung im Yoga für sich allein ist unvollständig, denn sie ist einmal nicht dauerhaft und zum anderen unfähig, sich wirkungsvoll mit dem Leben in der äußeren Welt zu verbinden, außerdem gründet sie ihre Gültigkeit auf das, was ein Mensch in sich fühlt, was jedoch für andere unerreichbar bleibt. Die erfolgreiche Betrachtung über das Wesen des Menschen ist nur von der Betrachtung des Universaldaseins aus möglich, die an die universale Erfahrung appelliert und zur allumfassenden Gewißheit wird, aber sein Sinn kann nur in Verbindung mit seiner Tätigkeit im äußeren Leben aufgeschlossen werden. Andererseits werden die allgemein bekannten Wege des Yoga, denen sich der Verfasser in seinen früheren Arbeiten erfolgreich gewidmet hat, insofern nicht überflüssig, als das Wissen, das der Yoga der philosophischen Erkenntnis vermittelt, der geistigen Stille in einer Beruhigung aller Gefühle und Leidenschaften und in einer absoluten Konzentration bedarf. Sowohl der reine Intellektualismus als auch die Yogapraxis ohne den Jñâna-Yoga führen nicht zur Bewährung durch die Tat. Die allen Yogis bekannte dunkle Nacht, die auf die höchsten mystischen Erlebnisse folgt, zeigt das Bestreben der Natur zur Herstellung des gestörten Gleichgewichtes zwischen Fühlen