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Das mit 79 Bildern ausgestattete Buch wird in einem Vorwort von C. G. Jung warm empfohlen, als kasuistische Sammlung, in der der positive Aspekt der Phantasietätigkeit als „schöpferische Kompensation des immer von Unvollständigkeit und Einseitigkeit bedrohten Bewußtseinszustandes“ dargestellt sei. Die Autorin selbst nennt „die individuelle Beziehung zum inneren Bild“ Gegenstand ihres Buches.
In den einführenden Kapiteln werden die wesentlichen Begriffe der psychologischen Anschauungen C. G. Jungs in einer sehr einfachen, fast plaudernden Weise an instruktiven Beispielen erläutert: Eltern-Imagines, Ich, Persona, Schatten, Anima, Animus, Selbst und andere. Dabei sind Anthropomorphisierungen nicht immer vermieden, verzerren aber nicht zu sehr. Theoretische Erörterungen in abstrahierender Begriffssprache finden sich kaum, statt dessen immer wieder bildhaftes Ausdrücken von Zusammenhängen sehr komplexer Natur. So geht einem fast alles leicht und flüssig ein, nur kann bei manchem das ungemütliche Gefühl entstehen, alles passe so nahtlos. Auch die Deutung der Traum- und Phantasiebilder und -symbole wird häUfig schlicht daneben gesetzt, ohne ausreichende Angaben über Äußerungen und spezielle Situation des Analysanden, obgleich diese eingangs in ihrem zentralen Wert für das wirkliche Verständnis auch der kollektiven Symbole betont wurden.
Unabhängig von diesen kritischen Einwendungen, die nur leise gemeint sind, bietet das Buch jedem Interessierten eine erstaunliche Fülle fesselnder und aufschlußreicher Beispiele, auch viele treffende Formulierungen. Besonders der 2. Teil, die Kapitel über Phantasien (eigentlich: aktive Imagination), Visionen, und die vom Zeichnen, mit der Besprechung der sehr zahreichen psychologischen Bilder, eröffnen einen auf andere, abstrakte Weise nicht auffindbaren Zugang zu der besonderen Wirklichkeit und Wirkung einer sich so äußernden unbewußten Seelentätigkeit. Der Kinderausspruch: „Die schrecklichen Dinge sind weg, ich habe sie ja alle in die Bilde