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Der Verfasser umreißt das Ziel seiner Untersuchung dahingehend, daß „an einem spezifisch religiösen Erlebnis (der Erlösung) nachgeprüft werden solle, was sich bei einer seelenkundlichen Untersuchung desselben heute erkennen läßt.“ Er erstrebt „eine einigermaßen umfassende Darlegung der vorhandenen Erlösungslehren, wenigstens soweit, daß für die hervorstechenden Typen darunter immer ein Beispiel angeführt wird“. „Der Arbeit liegt aber nicht nur die Absicht einer wissenschaftlichen Orientierung … zugrunde, sondern auch ein Interesse, das man ein psychologisches, vielleicht noch besser ein seelsorgerisches nennen kann.“
Erlösung wird gedeutet als „eine Erfahrung des Menschen, durch die er sich von einem Ubel befreit und bei der er durch den Empfang von bisher nicht vorhandenen Erkenntnissen, Impulsen, Verhaltensmöglichkeiten oder Kräften sich bereichert fühlt. Ist das auslösende Erlebnis ein religiöses, dann handelt es sich um religiöse Erlösung.“ Die religiöse Erlösung, auf die sich die Darstellung beschränken soll, wird definiert „als eine Erfahrung von befreiender oder fördernder Wirkung, die durch ein religiöses Erlebnis oder ein religiöses Bekenntnis vermittelt wird.“
Dem Einwand, ob denn über das religiöse Erleben und das ihm innewohnende Geheimnis eine wissenschaftliche Aussage möglich sei, wird entgegnet: „Dieses Geheimnis und dieses Wunder sollen in keiner Weise in Frage gestellt werden… Vielmehr soll das, was jenseits der Seele und Persönlichkeit liegt, unbeschränkt und unvermindert anerkannt bleiben.“ An anderer Stelle: „Uber die Natur dessen, was den Menschen von auß beeinflußt, irgendwelche Aussagen zu machen, gehört nicht zu unserer Aufgabe. Es ist Sache der Theologie im besonderen, sich mit dieser Macht zu beschäftigen, die uns da begegnet …“ Damit setzt sich der Verfasser, der auf dem Boden der analytischen Psychologie Jungs steht, von den hier und da einmal geübten Reduktionen der Psychoanalyse, etwa religiösen Erlebens auf ein Triebgeschehen, ab. Demgeg