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Mit diesem, Martin Heidegger gewidmeten Werk soll „nicht nur ein für Anfänger berechneter, didaktischer Wegbereiter in abgeklärte Wissensbezirke“, sondern „der Zugang zu den grundsätzlichen Fragen der psychosomatischen Medizin“ gebahnt werden. Boss kritisiert die bisherige Entwicklung der psychosomatischen Medizin, da sie eine Fortsetzung traditioneller mechanistischer Konzeptionen darstelle. Der Psyche sei lediglich ein Platz in der Hierarchie ätiologischer Determinanten eingeräumt, ohne daß eine grundlegende Änderung der Vorstellungen über menschliches Dasein zum Vollzug gekommen sei. Als Folge dieses technischen Denkens habe sich eine heillose Verwirrung eingestellt, da die Psyche als autonomer Kausalfaktor behandelt, ja experimentell, verwendet werde, als sei ihr Wesen im Rahmen biologischen Denkens definier- und erklAaUrbar. Als Manifestationen technischen Denkens verwirft Boss die psychosomatische Ex-perimentalmedizin ebenso wie die Arbeiten jener Forscher, die mit Begriffen wie „Gleichzeitigkeitskorrelat“ (Schultz-Hencke) oder „psychosomatisches Simultangeschehen“ (Mitscherlich) arbeiten, oder sich, wie F. Alexander, seelische Erscheinungen als subjektive Wahrnehmungen bestimmter Hirnprozesse vorstellen.
Die Frage, wie es zum gegenwärtigen „klassischen Maschinenzeitalter der Medizin“ gekommen sei, beantwortet Boss mit einer ebenso interessanten wie kühnen historischen Analyse. Die tragische Entwicklung des abendländischen Denkens habe in der römischen Kultur ihren Anfang genommen, da die Römer die umfassende menschliche Sicht der Griechen aufgaben und durch logisch-ab-strakte