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Unter Herbeiziehung von allerlei Fachleuten, die über ihre Spezialgebiete referieren, bemüht sich Stern, die Leser in die wichtigsten modernen Tests einzuführen. Dies wird auf sehr solide Weise getan, obwohl das Buch kaum ein Lehrbuch sein könnte oder sein will. Frau Franziska Baumgarten-Tramer schrieb eine allgemeine Einführung über die Bedeutung und Anwendungsweise der Tests, und sie stellt den von ihr selber geschaffenen „Sprüche-Test“ in anschaulicher Art dar. J. Carrie und L. Gayral erläutern den „MinnesotaTest“, H. Fischer referiert über mathematisch-statistische Methoden, V. Fontés handelt ab über „Entwicklung und Untersuchung der Motorik“, L. Gayral gibt einen geschichtlichen Überblick über die Testmethoden und erläutert den „Myokinetischen Test“ von Mira; A. Gesell verfaßte einen Aufsatz über „Entwicklungsdiagnose im Säuglings- und Kleinkindesalter“, S. R. Hathaway und P. E. Mechl liefern einen Beitrag Minnesota Multiphasic Personality Inventory“, H. Hetzer äußert sich über die „Entwicklungsdiagnose imKindesalter“, W. Kretschmer (jun.) zieht den Assoziationsversuch nach C. G. Jung zu Ehren, U. Moser macht uns mit dem „Szondi-Test“ bekannt, N. R. de Traubenberg erläutert die „Nicht verbalen (stummen) Tests“, M. Tramer führt seinen „Katalogtest“ vor und A. Weider die „Methoden zur Intelligenzprüfung nach Wechsler-Bellevue“. E. Stern referiert über allerhand Probleme, die mit den Testprüfungen zusammenhängen; wir freuen uns, daß er besonders auch die Notwendigkeit einer genauen Anamnese erwähnt. — Die Angabe des Inhaltes dürfte die Reichhaltigkeit des Werkes deutlich machen.
Alle Tests wollen nicht mehr als Hilfsmittel zur psychologischen und charakterologischen Forschung sein. Grundsätzlich ist wohl kaum nötig, daß jemand alle die Tests kennt und handhaben kann — schon ihr Studium würde Jahre verlangen. Andererseits ist es immer riskant, einen Prüfling nur einem allereinzigen Test zu unterwerfen, umnachher ein „gültiges“ Urteil über den Probanden abgeben zu wo