You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Notwendigkeit einer geplanten sexualpädagogischen Schriftenreihe kann nicht nachhaltiger als durch vorliegende Broschüre unterstrichen werden.
Verf., Theologe und Mitarbeiter des sozialpädagogischen Institutes der Universität Münster, führte die in ihren Ergebnissen vorgelegten Untersuchungen als sog. Pre-Test für spätere ausgedehnte Unterschungsreihen durch. Die Unterschungen bestanden in der Ausgabe eines Fragebogens, in einer Elternberatung und in einem durch Arzt und Seelsorger geleiteten Aufklärungsunterricht an 127 Kindern dreier Berufsschulen. Trotz massiver Sexualisierung unserer Großstadtjugend auf der Straße, durch Film, Reklame und Zeitungskioske zeigten sowohl die Ergebnisse dieses Pre-Tests wie auch die zum Vergleich gebotenen zahlreichen Untersuchungen anderer Autoren eine eindrucksvolle Unwissenheit der heutigen Jugend um die wirklichen sexuellen Vorgänge. Nur einige Zahlen: Noch immer erhalten mehr als 1/3 der Kinder ihre sexuelle Aufklärung durch Gleichaltrige auf der Straße. (Andere Verf. geben heute noch Zahlen von 80 bis 90% an!). Die erste Aufklärung erfolgt im Alter von 7 bis 9 Jahren bei 25% der Jungen (18% der Mädchen), im Alter von 10 bis 12 Jahren sind schon insgesamt 45 % (bzw. 51%) aufgeklärt. 20% der Mädchen haben sich vergeblich bei der eigenen Mutter um eine geschlechtliche Aufklärung bemüht. Dieses Unvermögen der Eltern zeigt sich auch darin, daß wohl die überwiegende Mehrzahl sich auf dem Elternabend mit einer sexuellen Aufklärung ihrer Kinder einverstanden erklärte, aber nur 18% sie auch durchgeführt hatten. Obwohl die Mädchen über die Mutterschaft und damit zusammenhängende Fragen meist früher als die Jungen aufgeklärt sind, sind sie diesen an eigentlichem Sexualwissen, selbst bzw. des Menstruationsvorganges, unterlegen. Dieses fehlende anatomische Wissen wurde mit Hilfe von sogenannten Lückentafeln über die Geschlechtsorgane ermittelt: 75% richtigen Antworten der Jungen standen 75% falsche der Mädchen gegenüber.
Verf. sieht die w