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Die erste der nach dem Tode Karen Horneys jährlich veranstalteten Karen-Horney-Gedächtnisvorlesungen hielt Dr. Ewen Cameron. Er würdigte darin die ungewöhnliche schöpferische Leistung dieser Frau, die wie Sullivan und Parsons in der Verschmelzung moderner psychoanalytischer und soziologischer Einsichten eine neue Erkenntnismöglichkeit anbahnte.
Als Karen Horney 1932 nach Amerika kam, stand sie noch auf dem Boden der Freudschen Psychoanalyse. Sie sah die Neurosen wesentlich als Folgen einer gestörten Trieb- bzw. Libidoentwicklung an, die — bei aller Anerkennung ihrer komplizierten psychologischen Dynamik — letztlich Ausdruck eines noch ungeklärten biologischendokrinen Geschehens waren. Amerika bewirkt nun eine