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Verf. geht davon aus, daß die naturwissenschaftliche Medizin den Asthmabronchiale-Anfall, den Angina-pectoris-Anfall oder auch den epileptischen oder tetanischen Anfall u. a. als selbständige Krankheitsbilder unterscheidet und auch für jedes eine spezielle Therapie bereit hält. Das Gemeinsame sei die akut einsetzende und verlaufende vegetative Dysregulation, der „Anfall“, dessen Wesen von somatischer Seite her noch als ungeklärt gelten muß. Einige Schritte weiter käme man, wenn man sich einer psychosomatischen Betrachtungsweise bediene. — An einem Fall von Asthma bronchiale, vergesellschaftet mit Rhinitis vasomotorica, wird gezeigt, wie ein nächtlicher Anfall veranlaßt wird durch Verdrängung eines aggressiven Antriebes am Morgen des vorhergehenden Tages. Dabei wird ein Frühmanifestat in Form der sofort nach dem Verdrängungsakt auftretenden Rhinitis vasomotorica und ein Spätmanifestat in Form des nächtlichen Anfalls unterschieden. Verf.