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Die Pathogenese des Kopfschmerzes war in den letzten Jahren Inhalt erfolgversprechender Untersuchungen. Zahlreiche Fälle wurden unter psychosomatischen Gesichtspunkten dargestellt, wobei die Hauptfaktoren für die Entstehung des Kopfwehs sich als verdrängte Feindseligkeit oder unterdrückter Ärger darstellten.
Mit der vorliegenden Untersuchung soll ein Beitrag zum Verständnis des Kopfschmerzes durch Darstellung einiger Fälle geleistet werden, deren Pathogenese vorwiegend in Angriffen eines schädigenden Überichs auf die übrige Psyche des Patienten zu liegen scheint. In manchen dieser Fälle fanden sich Schuldgefühle, die durch die Unduldsamkeit des Überichs gegenüber dem möglichen Auftreten verdrängter Feindseligkeit ausgelöst wurden. In keinem Fall wurden die Kopfschmerzen durch eine Zunahme verdrängter oder unterdrückter feindseliger Spannung verursacht, vielmehr handelt es sich dabei stets um eine Zunahme des moralischen Masochismus, gegen den die übrige Psyche des Patienten sich verteidigt. Dieser erhöhte moralische Masochismus entsprang einer, durch ein schädigendes Überich auferlegten, Akzeptierung schmerzhafter äußerer Reize.
Die vorliegende Untersuchung stützt sich auf Angaben aus langwährenden psychoanalytischen Behandlungen, von denen acht dargestellt werden. Nur einer dieser Fälle (3) kam wegen der intensiven und häufigen Migränen der Patientin zur Behandlung. Es ist der Fall, der am ausführlichsten dargestellt werden soll, besonders in bezug auf die Pathogenese der Migräneanfälle.
Die sieben übrigen Fälle traten aus anderen Gründen in eine Behandlung ein, hatten aber, wie das oft vorkommt, während der analytischen Arbeit Kopfschmerzen bekommen. Da die Dynamik dieser Fälle dem Analytiker durch den Verlauf der vorangehenden Behandlung deutlich geworden war, boten die vorübergehenden Anfälle von Kopfschmerz der Analyse wenig Schwierigkeiten und erbrachten interessante Zusammenhänge hinsichtlich ihrer Pathogenese.
Um den Vergleich zwischen all den verschi