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„Der Bauch knickt ein, die Darmschlingen treten in seinen Kontur, das letzte Gefühl flüchtet sich in den Nabel, will auch da hinaus, zurück in den Leib der Mutter …“
Das Kind, das seine aus fehlverarbeiteten emotionellen Spannungen herrührenden Konflikte weitaus offener als der Erwachsene in der Auseinandersetzung mit seinem körperlichen Empfinden austrägt, kann infolge einer zum Teil entwicklungsphasenbedingten, weitreichenden Skala von Reaktionsmöglichkeiten eine (verwirrende) Fülle verschiedenartigster Krankheitszeichen bieten, die sich besonders vielseitig im Ablauf eines hysterischen Geschehens als Konversionssymptome an den inneren Organen manifestieren.
Diese Regression von rein funktionellen Bereichen, z. B. des vegetativen Systems, in körperliche Organsphären, die wir in zunehmendem Maße bei kindlichen Neurosen beobachten, prägt einerseits die klinische Vielfalt des pädiatrischen Krankengutes, erschwert aber zum andern die im Hinblick geplanter organmedizinischer wie heilpädagogisch-psychotherapeutischer Maßnahmen notwendige exakte diagnostische Abgrenzung.
Unter den pathogenetisch ungeklärten, oft sichtlich psychisch determinierten funktionellen Störungen im Kindesalter spielen das habituelle Erbrechen und die sogenannten Nabelkoliken eine bedeutende Rolle.
Das habituelle Erbrechen der Säuglinge und Kleinkinder wird meist als neuropathische, d. h. konstitutionell bedingte Reaktion erklärt, doch zeigen uns bereits biographische Anamnesen sowie Behandlungen einzelner Fälle, daß diesem Erbrechen oft genau zu ermittelnde emotionelle Störungen des Mutter-Kind Verhältnisses zugrunde liegen.
Fall 1: Angela O. Die 1, 4 Jahre alte Angela wird unter der Diagnose „Neuropathie wegen chronischen Erbrechens“ in die Klinik eingewiesen. Das Kind kann nur noch passierte, breiförmige Speisen vertragen und erbricht nach fast jeder Mahlzeit. Dabei hat Angela ein normales Körpergewicht und weist bei der klinischen Untersuchung keine Zeichen einer organischen Erkrankung a