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Die Grundlage der statistischen Erhebung, durchgeführt an der Erziehungsberatungsstelle der Stadt Bremen im Jahre 1953, bilden Protokolle und Katamnesen von 107 Kindern, die im ersten Arbeitsjahr der Beratungsstelle behandelt, bzw. deren Erziehungspersonen beraten wurden. Dabei handelt es sich nicht um ausgewählte Fälle, sondern um die Bearbeitung einer geschlossenen Gruppe aus der laufend numerierten Anmeldeliste, wobei lediglich diejenigen Fälle nicht berücksichtigt wurden, die über das Anmeldestadium nicht hinauskamen, die nicht mehr erreichbar waren, oder bei denen der Zeitraum seit Abschluß der Beratung weniger als ein Jahr betrug.
Im Mittelpunkt der katamnestischen Erhebung über die Wirkung der Beratungsarbeit stand das Gespräch mit den Eltern. Dazu kamen, wenn erforderlich oder ratsam, Nachuntersuchungen der Kinder und das Urteil Dritter (Schule, Heim). Bei psychotherapeutisch behandelten Kindern lag die Katamnesener-hebung in der Hand des jeweiligen Arztes.
Um die einen Erfolg oder Mißerfolg beeinflussenden Momente darzustellen, wurde eine möglichst große Zahl von Gesichtspunkten gesammelt, die für die Auswirkung der Beratungsarbeit wichtig erschienen: Die äußeren und inneren Voraussetzungen, die das Kind selber bietet (z. B. Alter, Geschlecht, Familien-situation); die von der Beratungsstelle geleistete Arbeit nach Art und Dauer der Behandlung. Bei der Untersuchung der Gesichtspunkte mit speziellem Einfluß auf die Wirkung der Erziehungs-beratung ergaben sich im Verlauf der Erhebungen fünf Hauptpunkte, deren Klärung angestrebt wurde: Wurden die vorgeschlagenen äußeren Maßnahmen beachtet? Blieb den Eltern die verstandesgemäße Kenntnis des Zusammenhanges, die im Beratungsgespräch erzielt wurde, erhalten? Ist etwas zur Besserung des ungünstigen Milieus geschehen? Wurde eine Änderung der inneren Einstellung der Eltern erreicht? Sind bedeutsame Intelligenz- oder Charakterschäden beteiligt gewesen? Die Wirkung der Erziehungsberatung auf die Symptomatik wurde in fünf