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W. de Boor berichtet über seine Untersuchung der physischen Wirkung von männlichen Sexualhormonen. Er injizierte 58 Versuchspersonen Testoviron-Depot (Schering A. G., 50 mg/ccm), worauf diese exploriert und getestet wurden (Kraepelin-Pauli-Rechentest, Farbpyramidentest nach Pfister und Szondi-Test). Bei etwa einem Drittel der Versuchspersonen ergab sich eine gewisse allgemein stimulierende Wirkung. Der ausgeglichene Organismus scheint jedoch einen solchen Hormonstoß ohne faßbare Wirkung zu tolerieren.
Eine präzisere Frage stellte sich van Emde Boas, der einen eventuellen Einfluß der zyklischen hormonalen Schwankungen auf die Libido dadurch abklärte, daß er die Libidoschwankungen während des mensuellen Zyklus untersuchte. Er stellte bemerkenswerterweise fest, daß die individuellen Libidokurven ihre Maxima und Minima zu sehr verschiedenen Zeitpunkten des Zyklus haben, was einen vorwiegend hormonalen Einfluß auf den Verlauf der Libido ausschließt. Der einzige statistische Gipfel liegt im Postmenstruum und läßt sich durch exogene, sozial-psychologische Faktoren erklären.
Dogs sprach über Möglichkeiten und Methodik der Hypnosebehandlung bei Sexualstörungen. Er ist sich der Fragwürdigkeit einer rein symptomatischen Behandlung bewußt und versucht deren Unzulänglichkeiten durch eine mehr kausal orientierte Hypnosetherapie zu begegnen.
Über das offenbar immer aktueller werdende Thema der künstlichen Samenübertragung orientierte A. Mayer den Kongreß. Er wies vor allem auf die komplexen rechtlichen und psychologischen Probleme derselben für Arzt und Samenspender hin. Abgesehen von einigen merkwürdigen Bemerkungen über die Abhängigkeit des Spermas vom Milieu und „blutbedingte Sehnsucht“ („phylogenetisches Heimweh“) ist sein Beitrag sehr instruktiv. Leider wurde etwas sehr Wesentliches aber nicht gewürdigt, nämlich die psychologischen Hintergründe des Wunsches einer Frau, ein Kind von einem Unbekannten zu haben.
Hasselmann äußerte sich vom fachärztlichen Standpunkt kritisch über das