You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Buch, dem Gedächtnis des 1943 verstorbenen Nationalökonomen Franz Eulenburg gewidmet, enthält die Beiträge von vierzehn bekannten Autoren, zumeist Volkswirtschaftlern und Soziologen. Den Forschungsinteressen der einzelnen Mitarbeiter entsprechend werden verschiedene politische, nationalökonomische und soziologische Spezial-probleme behandelt, von denen einige für den tiefenpsychologisch interessierten Leser von besonderem Interesse sind. Dazu gehört einmal der Aufsatz von Wilhelm Bernsdorf über „Primitive Gruppe, primitive Mentalität und Traumstruktur“, zum anderen eine Arbeit von Talcott Parsons über „Die Stellung der Soziologie innerhalb der Sozial Wissenschaften“. Parsons Beitrag ist vor allem deshalb so interessant, weil er in der bisher vielleicht überzeugendsten Weise dargelegt, wie sich die einzelnen Wissenschaften vom menschlichen Handeln, wie Nationalökonomie, Soziologie, Psychologie und Kulturanthropologie, immer mehr überschneiden und gegenseitig ergänzen. Hier wird deutlich, wie weit die Einheit der Sozialwissenschaften bereits wirklich geworden ist.
Dieser Prozeß der Vereinheitlichung wurde, wie Parsons es sieht, möglich, weil die gegenwärtige Entwicklungsstufe der abendländischen Zivilisation eine bestimmte Art abstrakt-analytischen Denkens unvergleichlich begünstigt. Die Entwicklung und Vereinheitlichung der Sozialwissenschaften stellt, mit anderen Worten, nur einen Teilaspekt jenes allgemeinen Prozesses der „Rationalisierung menschlicher Erfahrung“ dar, an dem wir zur Zeit teilhaben.
Das Musterbeispiel für die Weise, wie