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Das Buch bringt acht Erlebnisberichte, die mit ungewöhnlichem Erzählertalent gestaltet sind.
Es geht der Verfasserin keineswegs um Tierpsychologie. Vielmehr steht der Mensch im Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Die Autorin läßt sich von dem Grundgedanken leiten, daß der Mensch (wofern er nicht erstarrt und abgeriegelt ist) sich immer in irgendwelchen Entwicklungsstadien befindet. Sein Hund, dessen Verhalten, die Art der Beziehung zwischen Herrn und Hund kann dem Menschen wertvolle Aufschlüsse über die jeweilige Phase geben, worin er sich befindet. Dieser Art gesehen hat die Hundehaltung also eine Aufgabe innerhalb der Entwicklung des einzelnen Menschen, ist nicht nur Spaß und Liebhaberei.
Der Hund wird Träger, Widerpart der unbewußten Regungen des Menschen. Er wird von seinem Besitzer in dessen unbewußte Schemata gepreßt, wird der Executor von verdrängten Impulsen seines Herrn, soweit dieser eben nicht „in Ordnung“ ist. Dann hat der Hund Komponenten auszuleben, deren Rumoren in seiner Seele der „bewußte“ Mensch entrüstet abstreitet.
Die acht Erzählungen zeigen nun an Beispielen, was der Hund „spricht“: nämlich, was er aufzeigt über die nächsten notwendigen Entwicklungsschritte seines Herrn. Letzter Sinn des Buches ist also „Der Hund als Erzieher“ und nicht: „Wie erziehe ich meinen Hund“.