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Im Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie teilt der Verfasser Untersuchungsergebnisse mit, die an allen Patienten erhoben wurden, die in den Jahren 1947 bis 50 wegen krankhaften Dranghandlungen in der Psychiatrischen Universitäts-Klinik Zürich (Burghölzli) zur Behandlung kamen.
In der Einleitung zu seinen Untersuchungen, die ein Krankengut von 20 Patienten umfaßt (6 Kleptomanien, 2 Kleptomanien + Poriomanie, 1 Pubertätskleptomanie mit späterer dranghafter Sexualität, ein Fall von Kleptomanie mit weiteren verschiedenartigen Drangzuständen, 5 Poriomanien mit Dipsomanie, 1 reine Poriomanie, 1 Fall von impulsiven Sadismus, 1 Fall von dranghaften aggressiven Erregungszuständen, 1 Fall von dranghaften Spannungen ohne bestimmtes Objekt, 1 Fall von impulsivem Sadismus, 1 Fall von Verfasser eine ausführliche Literaturübersicht zur Beurteilung von Dranghandlungen in der Psychiatrie, wie sie seit Kraepelin diskutiert werden. Aus Ordnungsprinzipien faßt er den Begriff „dranghafte Handlung“ mit „den Katagorien der Drang-, Impuls- und Triebhandlungen“ zusammen.
Die vorliegenden Untersuchungen gehen von der Hauptfrage aus, ob Drangkranke in ihren endokrinen Funktionen gestört sind. Hinsichtlich der Erforschung der Persönlichkeit der Kranken erweitert sich das Ziel der Untersuchungen auf die Erfassung des Endokrinismus, des Familienbildes und der Biographie des Kranken. An Hand seiner Untersuchungsergebnisse stellt der Autor sich weiterhin die Frage, „in welchen biologischen und psychodynamischen Persönlichkeitszusammenhängen die Entwicklung der Drangzustände zu verstehen sind.“
Benedetti kommt bei seinen Untersuchungen zu dem Ergebnis, daß „die Hälfte der Probanden deutlich endokrin stigmatisiert war“. — „Die endokrinen Störungen sind aspezifisch, variabel und oft nur leicht angedeutet.“ — „Sie passen in keinen systematischen Krankheitsbegriff. Es bestehen aber zeitliche Zusammenhänge zwischen endokrinen Störungen und Drangerscheinungen.“ — „Dabei bestehen zwischen den klini