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Verf. berichtet über die Erfahrungen bei der psychagogischen Betreuung von 31 diabetischen Kindern und Jugendlichen, die in den letzten Jahren an der Freiburger Universitätskinderklinik in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie und Charakterologie der Universität gesammelt wurden. Er legt seinen Ausführungen neben biographischen Angaben und Behandlungsverläufen charakteristische Szenen aus Sceno-testspielreihen von 10 Kindern als Fallbeispiele zugrunde.
Während entwicklungsspezifisch gesehen die meisten diabetischen Kinder im Szenotest Normalniveau zeigten, unterschieden sie sich von ihren Alterskameraden durch die Tendenz zur Isolierung auf Grund ihrer Kontaktstörung.
Beim Kleinkind mangelt noch die Einsicht in die Notwendigkeit von Diät und Spritzen. Trotz und Aggressionen dagegen bis zu Ansätzen einer neurotischen Fehlentwicklung sind Reaktionen des in der Krankheitssituation anderweitig meist verwöhnten Kindes. Mit der Einordnung des Schulkindes in das Kollektiv spürt das diabetische Kind erstmals bewußt seine Isolierung, da es von den Kameraden als Außenseiter behandelt wird. Der Schiuldkomplex des Diätsünders wird erstmals bewußt. Die vitale Gefährdung bzw. Sünde gegen die eigene Substanz setzt Verf. in ihrer Erlebnisbedeutung der jugendlichen Masturbation gleich, womit sie den Wert einer neurotisierenden Komponente erhält. Mit einer Überkompensation als Gegenreaktion erklärt er die überdurch-schnittlichen Schulleistungen des diabetischen Kindes. In Präpubertät und Reifezeit sind die Scenotestspiele beim diabetischen Kind oft wegen der altersspezifischen negativen Grundeinstellung zum Testversuch nicht zu verwerten. Die Pubertät ist die eigentliche Krisenzeit des diabetischen Kindes.
Es kommt im Verlauf der hormonalen Umstellung oft zu bedrohlichen Stoff-wechselentgleisungen. In der Phase der Ich-Entdeckung (Spranger) muß sich der Jugendliche erstmals mit seiner lebenslangen Krankheit abfinden. Er wird sich nunmehr selbstverantwortlich seiner ständigen L