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Vor einigen Jahren sind zwei interessante psychoanalytische Hypothesen zum Phänomen des Schlafes aufgestellt worden: in der 1946 veröffentlichten deutenden und rekonstruierenden Arbeit über den „Traumhintergrund“ von Lewin und im Zusammenhang mit den 1936 erschienenen klinischen Beobachtungen über die Pathopsychologie der Einschlafphänomene von Isakower. Die beiden Studien behandeln zwei Aspekte und, darüber hinaus, zwei Stufen eines Regressionsphänomens, das nach Meinung des Verfassers in der ontogenetischen Entwicklung eine Parallele besitzt. Die von Lewin und Isakower beschriebenen Regressionsphänomene gehören zu den „normalen“ psychologischen Funktionen. Die Daten aus der menschlichen Entwicklung, die im folgenden dargelegt werden, begleiten diese Entwicklung in der umgekehrten, der progressiven Richtung. Es soll gezeigt werden, daß die Hypothese Lewins vom Traumhintergrund und die klinischen Beobachtungen Isakower s eine Parallele in den unabhängig davon gewonnenen Ergebnissen aus der direkten Säuglingsbeobachtung und der Neurophysiologie der Wahrnehmung besitzen. Die Konvergenz der drei Forschungslinien ist bemerkenswert. Jede ging von einem eigenen Ansatzpunkt aus, verfolgte einen von den anderen verschiedenen Forschungsweg und gelangte zu Ergebnissen, die vergleichbar sind und die Ergebnisse der beiden anderen Untersuchungen bestätigen. Der Verfasser hat eine solche Konvergenz in einer Mitteilung über „Experimentelle Planung“ („Experimental Design“, 1950b) schon einmal erwähnt und darauf hingewiesen, daß dieser Form von Übereinstimmung eine ähnliche Beweiskraft zukommt wie dem Kriterium der „Gültigkeit“ des naturwissenschaftlichen Experiments.
Lewin geht in seiner Hypothese von der Feststellung Freuds aus, daß der Traum der Hüter des Schlafes sei. Der Traum in seiner Eigenschaft als Wunscherfüllung garantiert die Fortdauer des Schlafes. In dieser seiner Funktion offenbart der Traum sich als Regression in die Af