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Ursprünglich beschrieb Freud die Regression als eine Tendenz, von einer später erworbenen, fortgeschritteneren Stufe des Ichs und der Instinkt-organisation auf primitivere Phasen zurückzukehren. In der Regel tritt derartiges ein, wenn das Ich Konfliktsituationen gegenübersteht, die es nicht bewältigen kann. Es sucht dann nach Sicherheit, indem es auf eine Stufe seiner Entwicklung zurückkehrt, die es noch erfolgreich beherrschte. Mit anderen Worten: es kehrt auf den Zustand vor dem Konflikt zurück. Diese ehemals erfolgreichen Anpassungsformen nennt Freud Fixierungspunkte. Da die Ichentwicklung niemals abgeschlossen ist, haben diese älteren Fixierungen eine gewisse Besetzung vom Ich her beibehalten. Freud illustriert diese Auffassung mit dem Bilde einer in feindliches Gebiet vordringenden Armee, die an strategisch wichtigen Punkten Truppenteile zurückläßt, um im Falle eines Rückzuges vor einer feindlichen Übermacht dorthin zurückkehren zu können. Entsprechend dieser Auffassung besteht zwischen Fixierung und Regression eine reziproke Beziehung. Je stärker die Ichbesetzung an einen Punkt fixiert ist, desto wahrscheinlicher wird die Regression dorthin erfolgen, wenn später Konflikte auftreten. Die Regression dient der Befriedigung von Bedürfnissen, die in einer neuen konflikthaften Situation, die das Ich noch nicht bewältigt hat, unbefriedigt blieben.
Erst später beschrieb Freud eine weitere Form der Regression und der Fixierung: die Fixierung an einen ungelösten traumatischen Konflikt2. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind traumatische Träume, in denen der Träumende ein traumatisches Ereignis, oft in allen Einzelheiten, wieder heraufbeschwört. Die Einsicht in dieses Phänomen — die Fixierung an ein ungelöstes Trauma — war entscheidend für Freuds theoretische Konstruktionen nach 1921. Diese Beobachtungen machten es notwendig, ein Prinzip anzuerkennen, das nicht der Lust-Unlust-Formel folgte. Die Wiederbelebung dieser unbewältigten traumatischen Situationen kann nicht ir