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Der Autor dieses Buches, Lewis B. Hill, war der langjährige Präsident der amerikanischen psychoanalytischen Gesellschaft.
Gegenwärtig arbeitet er als Chef-Psychiater am Sheppard-Enoch-Pratt-Hospital in Baltimore. Hier machte vor etwa 20 Jahren bereits H. S. Sullivan, der bisher wohl originellste amerikanische Psychiater, seine grundlegenden Beobachtungen über die Dynamik der schizophrenen Realitätsbewegung. Hills Buch scheint in mancher Beziehung die Sullivan sche Tradition fortzusetzen.
Hill wie Sullivan gehen davon aus, daß all die in der europäischen, unanalytischen Psychiatrie zum Teil noch als uneinfühlbar und unverständlich angesehenen Schizophreniesymptome im Rahmen des schizophrenen „way of life“ verständlich sind. Es ist danach nur in der mangelnden Einfühlkapazität des Psychiaters begründet, wenn diese Symptome unverstehbar bleiben. Das gilt sowohl für die typisch schizophrenen Störungen der Denkprozesse wie für die charakteristischen Störungen der Affektivität. „Die Störungen in der emotionalen Sphäre“, schreibt Hill beispielsweise, „scheinen sich oberflächlich in situationsangemessenen oder flachen Affekten zu bezeugen. Aber auf Grund meiner Erfahrung bin ich davon überzeugt, daß sich dieses Urteil als falsch erweist, sobald man sich als teilnehmender Beobachter in den schizophrenen Patienten einzufühlen gelernt hat. Der Schizophrene hat oft sehr tiefe und schmerzhafte Gefühle, die seiner Realitätsorientierung entsprechen. Oft blockiert er die Kundgabe seiner Gefühle absichtlich und vermeidet deren Auslösungssituation. Es steht außer Frage, daß der Schizophrene sich den Versuchungssituationen entzieht, um eine weitere Schädigung seines Ich, oder, wie er es erlebt, seines Selbstwertgefühls, zu vermeiden.“
Diesen Tatbestand beleuchtet Hill an vielen Beispielen. Und es ist vor allem die Anschaulichkeit dieser Beispiele, einer 35jährigen psychiatrischen Praxis entnommen, die uns die schizophrenen Symptome und Verhaltensweisen überzeugend als Abbiegung und Rü