You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Im folgenden sollen gewisse ausgewählte Episoden von Entrückung (withdrawal) dargestellt werden. Das Material stammt aus der Analyse eines jetzt 30jährigen Doktors der Medizin, der als Stationsarzt an einem Londoner Krankenhaus tätig ist. Eine ältere Schwester des Patienten stand lange in Analyse, und zwar mit der Diagnose Schizophrenie; ferner hat der Patient eine verheiratete jüngere Schwester. Er selbst ist ebenfalls verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Ehe ist nicht glücklich, aber er hat eine sehr gute Beziehung zu seinem älteren Kind, einem Mädchen; er hofft sehr, daß seine Ehe durch die Analyse und die Veränderungen, die sie eventuell in ihm bewirkt, gerettet wird. Seine Mutter lebt noch und hat gleichfalls eine lange Analyse hinter sich. Der Vater ist schon während der Adoleszenz des Patienten gestorben.
Die Analyse zerfällt in zwei Teile. Der erste Teil ging bis zu Anfang des Krieges und war insofern erfolgreich, als der Patient imstande war, im Kriegseinsatz zu arbeiten. Er war mit 18 Jahren in einem Zustand von Benommenheit zu mir gekommen, war unfähig zu arbeiten und sich im Sinne einer männlichen Reifung fortzuentwickeln. Seine Kleidung war auffallend; es schien sich eine homosexuelle Phase anzubahnen, die jedoch niemals manifest wurde. Als er mich verließ, trat er eine Stellung in einer Maschinenfabrik an.
Die erste Analyse hatte zwar die Arbeitsfähigkeit des Patienten erreicht, aber ohne daß er Einsicht in seine unbewußten Vorgänge gewonnen hätte. Es war eben eine Kriegsanalyse, und nach Kriegsende nahm ich Kontakt mit der Mutter des Patienten auf, um mich über seine weitere Entwicklung auf dem laufenden zu halten, da ich mir bewußt war, daß seine Analyse erst begonnen hatte.
Der Patient machte, wie sein Vater, sein Ingenieursdiplom, heiratete und wechselte dann zur Medizin über (vielleicht in unbewußter Identifikation mit mir, den er aber in der Zwischenzeit ganz vergessen hatte). All dies verzögerte seinen Eintritt ins Leben. Er ist