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Der Autor erklärt im Vorwort seine Absicht, die Auffassungen, die er in seinen „Principles of Dynamic Psychiatry“ 1946 dargelegt und mit dem Ausdruck „Biodynamics“ benannt hatte, in ihrer Anwendung auf Theorie und Praxis der Psychiatrie auszudehnen.
Das Material, auf dem diese Prinzipien bauen, wird aus der Beobachtung der experimentellen Neurosen beim Tier mit der reflexologischen Methode gewonnen. Die Berechtigung einer kritischen Anwendung der dabei geförderten Erkenntnisse auf bestimmte Verhältnisse beim Menschen wird wohl kaum sachlich bestritten werden können. Der Einwand, daß die Vergleichbarkeit notwendig begrenzt sein muß, ist im Adjektiv „kritisch“ vorweggenommen. Schließlich ist die Medizin eine biologische Wissenschaft, der eine enge Verbundenheit und stetige Auseinandersetzung mit Ergebnissen und Begriffen verschiedener Forschungsrichtungen nur Gewinn bringen kann.
Was aber das Wort „Biodynamics“ betrifft, muß der Rezensent gestehen, daß er, vor genauerer Kenntnis des damit Gemeinten, sich eines Unbehagens diesem Wort gegenüber nicht erwehren konnte. Es erinnert nämlich auf den ersten Blick an jene heutzutage nicht seltenen Wortneubildungen, die teils innerhalb, teils an der Grenze und außerhalb des wissenschaftlichen Betriebes oft mehr aus existentiellen als aus sachbestimmten Beweggründen geprägt und verbreitet werden. Der Einwand ist naheliegend, daß jede biologische Methode auf dynamische Verhältnisse stößt und sie in der Theorie fassen muß. Befaßt man sich aber mit dem Buch, so findet man diese Wortkombination plausibel mit dem Bestreben erklärt, eine Integration biologischer und dynamisch-psychologischer Erkenntnisse zu vollziehen. Man sieht auch, daß die „bio-dynamischen Prinzipien“ in einer erweiterten Formulierung Verhältnisse fassen, die in den grundlegenden theoretischen Annahmen aller psychoanalytischen Lehrmeinungen ausdrücklich oder implizite enthalten sind. Sie umfassen den Grundsatz der Motivation, die Auffassung von der subjektiven Weltau