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Der Untertitel deutet die Intention des Verfassers an: Verbindungen herzustellen zwischen den nicht-rationalen und
rational nicht faßbaren Kräften, die der Mensch der Zivilisation hinter den Lebensäußerungen der sogenannten Primitiven vermutet, und analogen Kräften hinter manchen Lebensäußerungen des Zivilisationsmenschen selbst. Terminologisch ist der Titel freilich nicht ganz treffend; steht doch als Kernbegriff, dem die erwähnten Kräfte subsumiert werden, weder das Tabu noch die Magie im Mittelpunkt der Darlegungen, sondern eine andere Kategorie: das „Dämonische“. Aus der großen Zahl von Formulierungen, mit denen Stellung, Bedeutung und Wirkung des Dämonischen beschrieben werden, seien hier einige zitiert, um die Ausgangsposition — und den Stil ihrer Explizierung — zu veranschaulichen: „In der gesamten primitiven Welt erscheint die Harmonie dämonisch, eben als Aufhebung der Gegensätze innerhalb der Welt der Gegensätze. Die Auflösung erscheint also als Einheit, indem diese das Zusammen der Widersprüche ist, das dämonisch erzwungen werden soll. Eine solche Einheit innerhalb der dämonischen Welt herzustellen, ist schmerzhaft insofern, als sich die Gegensätze gegenseitig dämonisch aufheben müssen.“ (Seite 20.) Eine eigentliche Definition des Dämonischen fehlt. Gelegentlich scheint es in die Nähe der Kräfte jenes Bereiches gerückt zu werden, der in der Psychologie seit geraumer Zeit als das „Unbewußte“ bezeichnet wird (die Ausdrucksweise des Verfassers schwankt zwischen „un-“ und „unterbewußt“). Doch soll seinem Bereich offenbar eine eigene, wenn nicht höhere Realität zuerkannt werden: „Der Archetypus ist nicht nur ein subjektiver, als objektiv gültig geformter Komplex, sondern die Umwelt enthält diesen ‚Komplex‘ irgendwie in ihrer Realität, wobei wir nur zu erwägen haben, daß die letztere Wirklichkeit weder magisch noch intellektuell oder sinnlich erfaßbar ist — so sehr sie in ihrer Verhüllung Motiv ist und sich damit erweist —, daß aber die magisch-dämonische Vors