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Während man lange Zeit vermutet hat, daß Schizophrene zu einer Übertragung unfähig seien, sind sich heute alle Analytiker, die sich mit diesen Kranken befassen, darüber einig, die Möglichkeit übertragungsähnlicher Beziehungen bei diesen Kranken anzuerkennen. Federn hat als einer der ersten deren Existenz bewiesen.
Heißt das nun, daß die Übertragung des Schizophrenen die gleiche ist wie diejenige des Neurotikers? Dies ist schwierig zu beurteilen, da bekanntlich der Schizophrene sich als weitgehend unfähig erweist, wahre Objektbeziehungen, die ja unentbehrlich für die analytische Situation sind, zu unter-halten. Bevor wir untersuchen wollen, was die zwei Arten von Übertragung voneinander unterscheidet, halten wir fest, daß, wie in der klassischen Analyse, die Übertragung in der Behandlung der Schizophrenen das Haupt-werkzeug des Analytikers darstellt; und zwar, mit welcher Kategorie von Kranken man es auch zu tun habe. Es besteht aber kein Zweifel, daß auch Kranke als Schizophrene diagnostiziert werden, die, wie Nacht bemerkt, eher Schizoide mit neurotischen Störungen sind und bei welchen man eine ähnliche Übertragung findet wie beim Neurotiker.
Im Gegensatz dazu sind die Kranken, welche ich in dieser Arbeit erwähnen werde, Menschen, die eine äußerst schwere Regression vollzogen haben, und deren „Ich“ großen Schaden genommen hat. Nicht nur sind zwischen-menschliche Beziehungen bei diesen Kranken überhaupt nicht vorhanden, sondern auch die innerpersönlichen Beziehungen sind schwer gestört, d. h. diese Kranken haben das Gefühl für ihr Dasein, für ihre Identität und ihre Situation in der Welt verloren. Man findet in ihrer Kindheit fast immer wiederholte Entbehrungen und einen frühzeitigen und schweren Mangel an mütterlicher Zuwendung. Die wichtigen Arbeiten englischer und amerikanischer Autoren über dieses Thema, von Anna Freud, Greenacre, Fromm-Reichmann, Rosen und Spitz, um nur einige zu erwähnen, stimmen darin überein, daß sie den Zusammenhang zwischen solchen