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In den letzten zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren hat sich das Interesse der Psychoanalytiker wieder mehr der Behandlung der Schizophrenie zugewandt. In Amerika war es besonders Harry Stack Sullivan, der seine Schüler beeinflußte, sich psychologisch mit der Schizophrenie zu beschäftigen. In England ging die Anregung von Melanie Klein aus, die durch ihre Untersuchungen des frühesten Kindheitsalters Analytikern mehr und mehr die Möglichkeit gab, analytisch in die tiefsten Schichten des Unbewußten vorzudringen. Freud schlug in seiner Arbeit über den Schreberfall 1911 vor, daß die Schizophrenie mit einer Regression zu den ersten Monaten des Lebens, der autoerotischen Phase, zusammenhänge. Melanie Klein hat ihre besondere Aufmerksamkeit diesen ersten Lebensmonaten geschenkt und hat schon 1935 betont, daß Säuglinge normalerweise psychotischen Angstsituationen ausgesetzt sind, und daß Patienten, die an Psychosen leiden, zu diesen frühen psychotischen Ängsten des Kindesalters regredieren. Melanie Klein und einige ihrer Schüler haben an einer ganzen Anzahl von Analysen psychotischer Erkrankungen diese Untersuchungen bestätigt. Aber die Hauptanregung ging von der Arbeit über „Schizoide Mechanismen“* aus, die Melanie Klein im Jahre 1946 veröffentlichte. Dort entwickelte sie an Hand von Beispielen ihre Theorie über die Spaltungen des Ichs und die dafür verantwortlichen Mechanismen. Diese Arbeit füllte eine Lücke in der psychoanalytischen Theorie aus; denn bis dahin war noch wenig über Störungen des Ichs bekannt gewesen, und die Hauptschwierigkeiten der Schizophreniebehandlung hängen sicher mit tiefgreifenden Störungen im Ich zusammen.
Ich will hier kurz an einem schizophrenen Fall, den ich im Jahre 1947 veröffentlicht habe, einige schizoide Mechanismen illustrieren und zeigen, wie tiefere Einsicht in die Psychopathologie ein analytisches Vorgehen erleichtert.
Meine Patientin Mildred war 25 Jahre alt, als ich ihre Behandlung im März 1944 begann. Sie war mittelgroß und blond. Ihr Ge