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Der Verfasser hat die Absicht (Seite 155, 156) zu beweisen, daß Vorstellungen über Instinkthierarchie schon vor den Theorien der Ethologen (Baerends, 1941, Tinbergen, 1942 u. a.) bestanden haben.
Das erste Kapitel gilt den Auffassungen über Hierarchie, die in der Psychoanalyse, der Kinder- und Entwicklungspsychologie enthalten sind. Der Verfasser legt Freuds Theorie über die Stufen der Libidoentwicklung und die Partialtriebe dar, bringt dessen Definition von Trieb, Triebziel, Triebobjekt, und weist auf die Analogie des Begriffes „Triebziel“ mit dem der „consummatory action“ hin. Die Beziehungen werden vermerkt, die zu H. Jacksons Idee von der Hierarchie im Zentral-nervensystem, zu den Auffassungen v. Monakows, und schließlich zu den entwicklungspsychologischen Gedankengängen von Ch. Bühler und H. Werner bestehen. Ergebnis: alle diese Autoren hätten bereits die Vorstellung einer hierarchisch sich gliedernden Entwicklung gehabt.
Im zweiten Kapitel werden die Anschauungen der sogenannten „hormischen“ und „dynamischen“ Tierpsychologie behandelt. Der Verfasser geht auf die Lehren von Lloyd Morgan, McDougall und auf die Veröffentlichungen von Portielje ein und äußert die Meinung, daß die enge Verknüpfung des Instinkt-begriffes mit dem subjektivistischen Affektbegriff bei diesen Autoren den Zugang zum Hierarchieproblem verhindert habe.
Indem der Verfasser selbst ein Schüler Portieljes, das Schwergewicht auf die objektive Betrachtungsweise verlegte,