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Verfasser berichten aus der Univ.-Kinderklinik in Rom über ihre Erfahrungen bei der seelischen Betreuung chronisch kranker Kinder. Dort besteht seit 1948 ein Zentrum für psychische Hygiene.
Bei Sicherung der notwendigsten hygienischen Maßnahmen ist alles darauf ausgerichtet, dem Kinde die Trennung von der Mutter nicht zu stark fühlbar werden zu lassen. Fast alle Kinder empfinden ihre Krankheit als Strafe für ein Vergehen; ist ihnen doch oft genug mit dem Doktor gedroht worden, wenn sie nicht artig waren. In Kinderzeich-nungen vom Spital wird dieses manchmal mit Gittern versehen.
In der römischen Kinderklinik läßt sich bei 50% der erkrankten Säuglinge eine gleichzeitige Aufnahme der stillenden Mütter ermöglichen.
Nach der Trennung von der Mutter reagieren Kleinkinder bei der Klinik-aufnahme zunächst mit einem Convulsiv-Weinen, dem ein mehrstündiger Zustand eines apathischen Dahindämmerns folgt. Die Antriebsverarmung bei chronischem Krankenlager führt zur motorischen Inaktivität, Rückbildung der Sprache und anderem. Auch in späteren Kindheitsphasen finden sich bei diesen Kindern alle Anzeichen der Regression als Ausdruck einer mangelnden Spitalsanpassung.
Im frühen Kindesalter kann schon eine kurze Trennung von der Mutter, z. B. bei Operationen (Hernien, Tonsillektomien), einen Schock beim Kinde auslösen, welches den endgültigen Verlust der Mutter fürchtet. Deshalb sollen nach Möglichkeit operative Eingriffe bis jenseits des 3. Lebensjahres verschoben werden. Im Krankenhaus kann das Kind eine Antipathie gegen die Mutter entwickeln, die es allein gelassen hat. In anderen Fällen stellt die enttäuschte Mutter fest, daß ihr Kind inzwischen Ersatz - Mutter - Bindungen eingegangen ist. Während sich bei Säuglingen der tägliche Besuch der Mutter nicht immer als günstig erweist, weil die Mutter zu oft die eigene Ängstlichkeit auf das Kind überträgt, ist dennoch allgemein in der kritischen ersten Entwicklungsphase auf Grund der Erfahrungen von R. Spitz nach sorgsamer individueller