You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verfasser berichten aus dem Kinderkrankenhaus der Universität Sheffield über Beobachtungen am Verhalten der Kinder beim Besuch von Angehörigen. 181 Kinder wurden im Hinblick auf ihre Reaktionen bei der Krankenhaus-aufnahme, bei den täglichen Abendbesuchen der Familie und beim Abschied von den Besuchern beobachtet. Drei Viertel der Kinder wurden von der Mutter, ein Drittel vom Vater besucht. Trotz Zeitverlustes und Geldausgaben ließen sich nur wenige Eltern davon abhalten, ihre Kinder häufig zu besuchen. Je älter die Kinder waren, desto weniger wurden sie vom täglichen Abschied-nehmen ihres Besuches berührt. Während die seelischen Reaktionen auf den Besuch bei Kindern über fünf Jahren nach ein paar Tagen abklangen, hielten sie bei den jüngeren Kindern an oder wurden sogar von Tag zu Tag auffälliger. Aus diesem Grunde wurden vom Krankenhaus aus tägliche Besuche der Mütter unterstützt, die besonders das seelisch gefährdete Kleinkind vor dem Trennungstrauma schützen und das Vertrauen zwischen Mutter und Kind in der kritischen Situation der Erkrankung des Kindes erhalten sollten. Allzu schnell erliegt das Kleinkind dem Gefühl, daß die Mutter es vergißt und damit vielleicht bestrafen will.
Die Kinderkrankenhäuser von Sheffield und New Castle haben auch Einrichtungen geschaffen, die eine gleichzeitige Aufnahme der Mütter erkrankter Kinder ermöglichen. Es herrscht dabei der Grundsatz, die stationäre Aufnahme von Kleinkindern auf die notwendigsten Fälle zu beschränken, was mit einer Prozentzahl von 3 Prozent der 229 ambulant vorgestellten kranken Kinder erreicht wurde. Auch bei den notwendigen Operationen konnte der stationäre Aufenthalt auf ein Minimum an Zeitdauer reduziert werden. 50 Prozent der Kleinkinder waren nur bis zu 7 Tagen und weniger im Krankenhaus.
Schon am Tage der Aufnahme soll die Mutter das Kind zu Bett bringen. Deswegen werden auch die späteren Besuche der Mutter tunlichst auf die Abendstunden verlegt. Bei Operationen ist die Gegenwart der Mutter beim Aufwac