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Zu diesem Buch sind zwei bedeutende Schriften aus dem Nachlaß des verstorbenen Verfassers vereinigt, herausgegeben von Warner Muensterberger und S. H. Posinsky, mit einem Vorwort von Sandor Lorand.
Der erste Teil „Ursprung und Funktion des Magischen“ behandelt Aberglauben und Zauberei an volkstümlichen Gebräuchen und Vorstellungen aus allen Teilen der Welt nach triebpsychologischen Gesichtspunkten. Ein großer Teil des Materials stammt von eigenen Forschungsreisen des Verfassers zu Eingeborenen Australiens und nordamerikanischen Indianerstämmen. Das Magische aller Völker weist gemeinsame Gesetzmäßigkeiten auf und hat im allgemeinen die Bedeutung einer Aktivität zur Bewältigung der Angst. Der Verfasser vermutet darin überhaupt das Grundelement des Denkens und jeglicher Tätigkeit. Beim Schizophrenen andrerseits bestehe das Magische lediglich in Vorstellungen („imagination magic“), auf die keine reale Aktion erfolge, was aus der Ich-Schwäche dieser Kranken erklärt wird. (Handeln aber Schizophrene oftmals nicht auch in einer Weise, die an magische Beschwörungen und Rituale erinnert? Der Ref.)
Prägenitales Triebgeschehen läßt sich in den verschiedenen Formen magischer Verhaltensweisen erkennen, so z. B. Phallisches in Ritualen des Liebeszaubers gewisser primitiver Stämme. Sexuelle Wünsche werden hier symbolhaft zum Ausdruck gebracht, damit sie entsprechende Gefühle beim Objekt auslösen. In anderem drücken sich orale Tendenzen aus: Zur Abwehr des „bösen Blicks“ wird ausgespuckt. In der Heilkunst Primitiver spielt das Saugen eine besondere Rolle. Verfasser will darin die Bedeutung eines symbolisierten Angriffs auf die Mutterbrust erkennen. Einen breiten Raum nimmt das Orale in der Form des gesprochenen Wortes ein. In mannigfaltigen abergläubischen Beschwörungsformeln werden Wünsche geäußert, z. B. Anrufung zur Fruchtbarkeit der Felder. Dem liegen nach Ansicht des Verfassers nicht bloß infantile Allmachtsphantasien zugrunde, sondern die frühkindliche Situation des nach der Mut