You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Bedeutung der Begegnung zwischen dem Arzt und seinem Kranken in der Psychotherapie wird gegenübergestellt der Bedeutung von Methodik und Lehrmeinung. Letztere, in der Literatur vorwiegend erörtert, lassen nach Ansicht des Verfassers die gewichtige Rolle der „personalen Wirklichkeiten“ von Arzt und Patient außer Betracht. „Orientierungsgitter“ vermitteln die Kenntnis der verschiedenen „Wirklichkeitsebenen“ des Patienten, und der Arzt erscheint als wirksames Agens für korrigierende Erfahrungen, wozu das Einsetzen seiner „gesamten personellen Wirklichkeit“ gefordert sei. In diesem Begriff liegt jedoch unseres Erachtens die Gefahr für den nicht tiefenpsychologisch geschulten Leser, dem das methodische „Orientierungsgitter“ von Übertragung und Gegenübertragung fehlt, ebenso wie die Kenntnis seiner unbewußten „personellen Wirklichkeit“. Reichhaltiges anekdotisches Material aus langer Praxiserfahrung des Verfassers illustriert sein ihm am Herzen liegendes Anliegen.