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Der Intelligenz-Test David Wechslers wurde 1939 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Er fand bei den klinischen Psychologen sofort großes Interesse, da er eine viel differenziertere Berechnung des sogenannten Intelligenz-Quotienten erlaubte als die üblichen, auf dem Simon-Binet- und Stanford-Binet-Test beruhenden Methoden. Statt mit dem Begriff eines „Intelligenz-Alters“ und dessen Verhältnis zum Lebensalter zu operieren, suchte Wechsler durch den I. Q. in jedem Fall die individuelle Abweichung vom Mittelwert der jeweiligen Altersstufe zu bestimmen. Dadurch vermied er es, die Intelligenz als eine absolute Größe einsetzen zu müssen, die bis zum 16. Lebensjahr ansteigt und danach—trotz aller späteren Entwicklungsmöglichkeiten—konstant bleibt. Wechslers „normaler“ I. Q. entspricht stets einem mittleren Totalwert für jede Altersstufe und ermöglicht dadurch die Feststellung von Standardabweichungen nach oben und unten in bezug auf diesen relativen Wert. Die größeren Schwierigkeiten einer so verfeinerten Intelligenz-Prüfung sind der Grund, warum bei Massenuntersuchungen immer noch das Verfahren nach Binet (in der Stanford-Verbesserung) dem Wechsler-Test samt der entsprechenden, im Bellevue-Hospital ausgearbeiteten Skala vorgezogen wird.
Theoretisch wichtiger als die verbesserte statistische Grundlage, aber eng mit ihr verbunden sind die psychologischen Hypothesen, von denen Wechsler ausgeht. Er definiert die Intelligenz als „die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinanderzusetzen“. Das Wort „global“ bedeutet hier soviel wie „umfassend“. Es wird also zwischen einer allgemeinen, aus dem Ganzen der Persönlichkeit resultierenden