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Lawrence K. Frank, der Leiter und Herausgeber dieser an 300 amerikanischen Mädchen (Alter von 10,6 bis 19,11 Jahre) durchgeführten Studie, ist einer der führenden Theoretiker des projektiven Verfahrens in der Diagnostik und ein sehr profilierter Vertreter der Auffassung, welche die menschliche Persönlichkeit primär als Geschehen, als Prozeß begreift. Dieser Prozeß hat nach Frank das Ziel, die private Welt des Individuums in der Begegnung und Auseinandersetzung mit der Welt zu retten und zu bewahren. Die Entwicklung des Individuums ist für Frank in hohem Maße gleichbedeutend mit einer individuellen, persönlichkeitsspezifischen Aneignung der kulturellen Denk- und Verhaltensstile. Diese individuelle Form der Aneignung mache sich trotz der Wirksamkeit der sozialen, insbesondere familialen Einflüsse geltend und überlagere auch altersbedingte Variationen des Lebensprozesses. Ein idiomatischer Prozeß bestimmt derart das Erleben der Umwelt und das Verhältnis zu ihr; in den Wertungen des Subjekts gegenüber der Umwelt tritt er am deutlichsten in Erscheinung.
Für die Entdeckung der „privaten“ Welt des Individuums seien direkte Untersuchungsverfahrenwie Fragebögen, Interviews, standardisierte Tests usf. grundsätzlich ungeeignet. Projektive Verfahren wie Rorschach, TAT, Horn-Hellersberg-Zeichentest, Human-figure-Zeichentest und graphologische Analyse der Probanden bilden daher die Methode der Wahl.
Die 300 Vpn setzen sich zu gleichen Teilen aus Jugendlichen der Vorpubertät, Pubertät und Adoleszenz zusammen. Zuordnungskriterium war der Zeitpunkt der Menarche: in der erstgenannten Gruppe war diese noch nicht eingetreten, in der zweiten lag sie kürzere Zeit zurück, in der dritten bestand die Menstruation bereits mehrere Jahre. In intelligenzmäßiger und soziologischer Hinsicht glichen sich die Gruppen. Es war vor allem dafür Sorge getragen, daß alle Entwicklungsgruppen zu gleichen Anteilen aus guten und schlechten sozioökonomischen Verhältnissen stammten.
Eines der Hauptergebnisse ist