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Der Verfasser bringt seine auf Grund langjähriger Erfahrung im Umgang mit Lungenkranken entstandene Auffassung der Lungentuberkulose und Hinweise für ihre Behandlung.
Seiner Definition nach ist die Phthise „eine komplexe humorale Erkrankung, deren Entstehung durch die dienzephale Störung eines allergischen, durch den Kochschen Bazillus sensibilisierten Organismus bedingt ist; deren Lokalisation speziell in den Lungen ebensosehr an die Atemfunktion wie an die Beziehungen des neurovegetativen Systems zu den Lungen gebunden ist; deren Entwicklungsmodalitäten ebensosehr durch die Persistenz der dienzephalen Störung wie durch die sekundäre bazilläre Infektion und die spezifische Sensibilisierung bedingt sind; und deren Heilung ebensosehr von der Wiederherstellung des dienzephalen Gleichgewichts wie von der lokalen und allgemeinen Therapie abhängig ist, welche die Begrenzung und Heilung der durch die phthisischen Prozesse und die nachfolgende Infektion verursachten Schäden ermöglichen“.
Die Entstehung eines tuberkulinisierbaren Milieus in den Lungen hängt nach Ansicht des Verfassers davon ab, daß als Reaktion auf einen äußeren Stress, dem ein Individuum nicht gewachsen ist, ein langanhaltender innerer Stress entsteht, der zu einer tiefen Gleichgewichtserschütterung und über Störungen im Dienzephalon und der psycho-neuro-organischen Beziehungen zu spezifischen Veränderungen in den Lungen führt. Er definiert die zukünftigen Phthisiker als besonders sensible, emotionell leicht erregbare Individuen, die häufig egozentrisch und introvertiert seien. Diese Art