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Nach des Verfassers eigener Meinung ist dieses umfassende Buch ein Versuch, Grundfragen des tierischen Soziallebens darzustellen und zu zeigen, in wie hohem Maße alles höhere Tierleben „sozial“ ist, und sein besonderes Anliegen besteht darin, die Bedeutung der geselligen Lebensform sowohl für die Art wie für das einzelne Individuum nachzuweisen. Zugleich ist der Autor bestrebt, die forschungsgeschichtlich bedeutsame Wendung zu einer neuen Arbeitsweise in diesem jüngsten Zweig der Biologie zu veranschaulichen.
Man könnte dieses Werk des Basler Ordinarius für Zoologie wohl auch charakterisieren als eine neue Runde in seinem jahrzehntelangen Ringen um das Erfassen der Innerlichkeit, jener besonderen Eigenart, welche alle Organismen auszeichnet, und deren überragende Bedeutung für das Verständnis des Lebendigen der Autor schon 1948 in seiner „Einführung in die vergleichende Morphologie der Wirbeltiere“ () unterstrichen hat.
Auch in seiner „Tiergestalt“ () kreisen seine Studien über die Bedeutung der tierischen Erscheinung um das Gravitationszentrum der Innerlichkeit, die er dort als das große Geheimnis des Lebendigen bezeichnet. Das neue Buch führt auf breiterer Straße und auf Grund eines noch reicheren Materials, das aus der vergleichenden Ethologie herangeschafft wird, demselben Ziel entgegen, aber noch nicht ganz zu ihm hin. „Wir sind unterwegs zum Wissen um die Innerlichkeit der Tiere“, sagt Portmann (Seite 197), und er weist auf die Wegmarken, welche den Spielraum seiner Ahnungen für die Fortsetzung jenseits der bis heute gesicherten Tatsachen bezeichnen.
Das geschieht durch einen umfassenden Überblick über die neuesten Arbeiten maßgebender Ethologen in elf Kapiteln, ausgehend von seinen eigenen Beobachtungen an Libellen, denen der Verfasser 1921 seine Dissertation gewidmet hat. In ihr wurde gezeigt, daß das Verhalten einer Tierart so bezeichnend ist wie die einzelnen Form- und Strukturelemente, doch sei damals diese den Keim moderner Verhaltensforschung enthaltende U