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Als Transvestitismus hat M. Hirschfeld (38, Seite 185) eine Inversion bezeichnet, „im äußeren Gewand des Geschlechts aufzutreten, dem eine Person ihren sichtbaren Geschlechtsorgan nach nicht angehört“. Immer wieder hat dieses Phänomen, das Havelock Ellis (22) aus sachlichen und sprachlichen Gründen als sexoästhetische Inversion oder Eonismus — nach einem Chevalier d'Eon, der „diesen Trieb in ausgesprochener Form gezeigt habe“ — bezeichnete, wissenschaftliches Interesse und öffentliches Aufsehen erregt. Gerade die letzten Jahre haben eine Reihe von Veröffentlichungen gebracht, die das Problem des Transvestitismus von verschiedenen Seiten beleuchteten. Endokrinologische Untersuchungen (Overzier, 52) und die Bestimmungen des Chromosomensatzes männlicher Transvestiten (Barr et al., 4) haben die Intersexualitätstheorie des Tranvestitismus in ihrer bisherigen Form widerlegt. Die psychoanalytische Behandlung von drei männlichen Transvestiten im Jugendalter ermöglichte, die Entwicklung dieser Störung genau zu beobachten (Maurice R. Friend et al., 28). Aus soziologischen Untersuchungen wissen wir, daß in manchen Indianerstämmen der Berdache (Transvestit) gebilligt wird und als Schamane bei sibirischen Stämmen eine anerkannte Rolle spielt (23, Seite 131; 47, Seite 129).
Daß sowohl weibliche (Mustergil) wie auch männliche (Mustachnet) Transvestiten — letztere meist als Tänzer und Sänger nicht wie die weiblichen