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Beim heutigen Festakt zur Feier des sechzigjährigen Bestehens der Clark University wurde der Psychoanalyse ein hervorragender Platz in der wissenschaftlichen Diskussion zuteil. Als Sprecher für die Psychoanalyse innerhalb des Symposiums möchte ich zu Beginn das Auditorium daran erinnern, daß die Clark University schon einmal, bei Anlaß ihrer zwanzigjährigen Gründungsfeier, der Psychoanalyse Gelegenheit bot, zu Gehör zu gelangen. Damals war es G. Stanley Hall, Präsident der Clark University, der die Einladung aussprach, und es war der Begründer der Psychoanalyse selbst, der als Gast der Universität seine neuen Theorien einem ersten amerikanischen Auditorium darlegte.
Lassen wir unsere Gedanken über die vierzig Jahre zurückwandern, die die heutigen Ereignisse von jener denkwürdigen Einführung der Psychoanalyse in das wissenschaftliche Leben Amerikas trennen, so fällt es schwer, Worte zu finden, die eindringlich genug wären, um den Unterschied zwischen der damaligen und der heutigen Situation darzutun. In seinen Vorlesungen „Über Psychoanalyse“ (1) bemerkt Sigmund Freud, wie erstaunt er bei seiner Ankunft war, daß die Psychoanalyse, von der er geglaubt hatte, sie sei in den Vereinigten Staaten unbekannt, den Dozenten mancher Fakultäten der Clark University vertraut war und daß seine Schriften in den Vorlesungen erwähnt wurden. Er war sich wohl der Tatsache bewußt, daß es sich hier um eine isolierte Erscheinung handelte und daß zu jenem Zeitpunkt die psychoanalytischen Theorien für die Mitglieder der psychiatrischen oder psychologischen Fakultäten für alle praktischen Zwecke nicht existierten. Es stimmt allerdings, daß es damals schon einzelne Forscher gab, die ihre Aufmerksamkeit der neuen Wissenschaft zuzuwenden begannen. Dr. A. A. Brill, der Pionier unter den amerikanischen Analytikern, praktizierte schon 1908 in New York als Psychoanalytiker. Prof. J. J. Putnam in Boston, einer der mutigsten Anwälte der Psychoanalyse, hat sein erstes Essay über