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Die starke Verbreitung, welche die Psychotherapie in den letzten Jahrzehnten gefunden hat, bringt das Bedürfnis nach vertiefter Besinnung auf die Grundlagen, Techniken und Ziele der verschiedenen Schulen mit sich, auf ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen. Ein solches Bemühen um Klärung der Positionen liegt dem vorliegenden Buch zugrunde. Es handelt sich um eine Befragung von 43 New Yorker Psychotherapeuten verschiedenster Richtung (Freud, Adler, Jung, Sullivan, Horney, Kurztherapie, Gruppentherapie, Psychodrama, Kinder- und Anstaltstherapie); 22 Interviews wurden vollständig veröffentlicht.
Jedes Interview umfaßt 28 Fragen, welche sich auf folgende Probleme erstrecken:
Kritische Beurteilung der einzelnen Schulen, ihrer theoretischen Voraussetzungen und therapeutischen Grenzen.
Die Art und Weise des technischen Vorgehens: die Bedeutung der Träume, der freien Assoziation, der Übertragung und des Widerstandes, die Rolle
des Analytikers und der sozialen Bedingungen des Patienten.
Die Erfolgsmöglichkeiten der verschiedenen Schulen bei verschiedenen psychischen Störungen, bei Männern und Frauen, verschiedenen Altersgruppen. Dauer und Intensität der Behandlung.
Ziel der Behandlung, angestrebte Persönlichkeitsveränderungen, Problematik einer Wertübermittlung durch den Therapeuten.
Es ist nicht möglich, auf die einzelnen Interviews einzugehen, da sie vor allem in ihrer Akzentuierung enorm voneinander abweichen. Wir beschränken uns darauf, einzelne grundsätzliche Gesichtspunkte hervorzuheben, die sich aus der Fülle der Stellungnahmen ergeben.
Die Mehrzahl der Befragten beklagt die Unduldsamkeit der verschiedenen Schulen und die allgemeine Sprachverwirrung, welche eine fruchtbare Diskussion zwischen den Vertretern der verschiedenen Richtungen und damit den Aufbau einer gemeinsamen wissenschaftlich relevanten psychoanalytischen Forschungsweise verunmögliche. Nur wenige Therapeuten bemühen sich um Katamnesen, da die unterschiedlichen Voraussetzungen einen Vergleich der Untersuchungsb