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„Ist es möglich, die verschiedenen Richtungen der Tiefenpsychologie und ihrer Therapien zu einer geeinten psychologischen Disziplin zu ergänzen und zu integrieren?“ Diese Frage wird vom Herausgeber in seinem Vorwort als Ausgangspunkt für eine vergleichende Untersuchung tiefenpsychologischer Behandlungsverfahren formuliert. Repräsentanten der verschiedenen Schulen umreißen in ihren Beiträgen die Fragen nach den fundamentalen Theorien des Heilverfahrens, seiner Indikation und Grenze, seinem therapeutischen Ziel und der Behandlungstechnik. Diese allgemeinen Grundfragen zur Bewertung eines Heilverfahrens sollen zeigen, was im Vergleich mit der Freudsdien Psychoanalyse die nachfolgenden Schulen „verändert, verbessert, weggelassen oder ihr völlig Neues hinzugefügt haben“.
Nach Szondi markieren „drei Grundströmungen“ die Tiefenpsychologie als Lehre vom seelischen Unbewußten:
Die Psychoanalyse (S. Freud) mit der Erforschung des „persönlichen Ubw.“.
Die analytische Psychologie (C. G. Jung) mit der Erforschung des „kollektiven Ubw.“.
Die Schicksalsanalyse (L. Szondi) mit der Erforschung des „familiären Ubw.“.
Die anderen Schulen versuchten die Tiefenpsychologie mit anderen Wissenschaften zu verbinden und werden daher von Szondi als „Randrichtungen“ bezeichnet: die Individualpsychologie (A. Adler), die kulturanalytischen Richtungen (Sullivan, Fromm, Horney), die Daseinsanalyse. Sie alle haben sich nach Szondi von der Wissenschaft des Unbewußten gelöst und sich wieder zur Bewußtseinspsychologie hinentwickelt.
Die in Umfang und Diktion sehr unterschiedlichen Beiträge zum Heilweg der verschiedenen Richtungen werden in ihren Ergebnissen von U. Moser in einer sehr geglückten Diskussion zusammengefaßt. Die besondere Therapie der Daseinsanalyse blieb im Rahmen dieses Buches unerörtert, da (auf Anfrage des Herausgebers) „eine solche derzeit in Bearbeitung, aber noch nicht fertig“ ist. Der Beitrag über die Gruppentherapie ist — im Vergleich zur entsprechenden angelsächsischen Literatur — nic