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Dieses Werk von Oppenheim wendet sich als „allgemeinverständliche Darstellung“ offenbar an Menschen bescheidensten Bildungsgrades, die sich in Psychologie versuchen möchten, und kann daher kaum zur Fachliteratur gerechnet werden.
An Hand des Alphabets bringt Oppenheim eine reiche Anzahl von Stichworten, wie z. B.: angreifisch, fischblütig, flitterig, frühverklärt, gottesleugnerisch, hübsch, kirre, kleinigkeitskrämerisch, lesewütig, modisch, schlangenhaft, schlitzohrig, strudelköpfig, unnachahmlich, zackig, zugriffig, und gibt nicht nur vereinfachte, sondern sehr subjektive, auch sein Publikum irreführende, vom fachlichen Standpunkt vielfach fragwürdige, oft nichtssagende, zum Teil falsche Erklärungen. Zum Beispiel beginnt zum Stichwort „hysterisch“ die Erklärung folgendermaßen: „Verhaltensweise, die bald Ursache, bald Folge der Hysterie ist; d. h. der hysterische Charakter führt zur Hysterie, und die Hysterie erzeugt den ‚hysterischen Charakter‘“. Darauf folgt eine seitenlange weitere Erläuterung. Zu „kleptoman“ wird behauptet, „es handelt sich um eine echte (!) Zwangsneurose, ist daher geeigneter Psychotherapie zugänglich“. Auf Seite 146 ist zu lesen: „libidinös: ‚geile‘, s. d.“ Sieht man unter diesem Stichwort nach, so findet man: „geil ist der, welcher seine geschlechtliche Gier schamlos zeigt oder sie durchsichtig verhüllt und augenzwinkernd darauf weist. Was in der Liebe sich natürlich bietet, was zart besungen und vernehmlich verschwiegen wird, trägt der Geile schamlos zur Schau …“
Betrachten wir noch zum Schluß das Stichwort „spielwütig“. Nach der Feststellung, daß ein Mensch mit dieser