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Das Buch wendet sich in einfachster Sprache an Eltern, die praktische Ratschläge suchen. Die Verfasser stehen auf psychoanalytischer Grundlage, bringen aber kaum theoretische Beschreibungen. Es stellt also keine Ansprüche an den Leser — was Vorund Nachteile hat. Vereinfachungen haben ihre besondere Problematik. Wie sie sich in diesem Buch gestaltet, kann an einem Beispiel ersehen werden. Zum Abschluß des Abschnittes „Tpd“ (in 2½ Seiten besprochen) schreiben die Verfasser: „In einer glücklichen Familie lernt das Kind durch seine Anteilnahme am Familiengeschehen den Tod verstehen, das Sterben kommt ihm als normale Erscheinung vor, die nicht mit Geheimnissen und Mysterien umgeben zu werden braucht“ (Seite 69). Man will also bewußt (und ausgesprochen) das unbefangene, unkomplizierte Denken fördern, die „normalen“ Probleme aufzeigen und ihnen den Stachel nehmen (wie z. B. auch „Jedes Kind onaniert“), somit also die Schuldgefühle abbauen. Ob dies auf diese Weise gelingt? Ob dies überhaupt durch Bücher gelingen kann? Jedenfalls: Die Verfasser haben ein Buch geschrieben, das wir kritischen Eltern gern empfehlen werden, wenn wir wissen, daß sie es als erste Anregung auffassen.