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In einer Reihe allgemeinverständlicher Schriften zum Thema „Geschlechtsleben und Gesellschaft“, mit dem Untertitel „Beiträge zur Sexualpädagogik“, erscheint diese Studie über das entwurzelte Kind. Sie gründete auf Erfahrungen, die Verf. als Kinderärztin in den Nachkriegsjahren in den Kinder-Flüchtlingslagern der UNNRA und IRO gesammelt hat. Das Buch gibt relativ allgemein gehaltene Hinweise zum Problem des entwurzelten Kindes, so u. a. auch des Hospitalismus, wie wir sie auch außerhalb des speziellen Rahmens des Flüchtlingselends und durchaus nicht nur zeit- und situationsbedingt antreffen. Dabei werden die Erfahrungen führender Kinderärzte, Kinderpsychiater und Kinderpsychologen mitverwertet. Es entsteht somit ein Bild vom entwurzelten Kind der Nachkriegszeit, wie wir es in den letzten Jahren wiederholt von verschiedenen Seiten geschildert bekamen, ohne daß damit wesentliche neue Erkenntnisse gewonnen werden.
Unter den therapeutischen Hinweisen, die mit Vorrang die Bildung kleiner Familiengruppen als Ideallösung erwähnen, scheinen uns die Ergebnisse der Maltherapie erwähnenswert, über welche Verf. schon 1952 auf dem Kinderärztekongreß in Bayreuth berichtete. Beim spontanen großflächigen Staffeleimalen der Kinder fand Verf. in der ersten Phase der Kontaktaufnahme mit diesen Kindern relativ häufig Schwarz als Ausdruck der seelischen Depression und Blau als Symbol des Heimwehs bei Verlust bzw. Trennung von der Mutter. Mit Beginn der Maltherapie erfolgte bald ein Wechsel zu lebhaft bunten Farben, wie Gelb und Rot, und gleichzeitig eine seelische Lockerung der anfangs zum Teil in mutistischer Abwehr verharrenden Kinder. Neben der spezifischen Farbwahl ergab auch der Inhalt der Malereien symbolspezifische Hinweise.
Wenn Verf. sich auch im Vorwort um eine Rechtfertigung der Einordnung ihres Buches in die angegebene Schriftenreihe bemüht, bleibt diese doch bezüglich des gebotenen Inhaltes fragwürdig. Trotz ausführlicher, liebevoll gezeichneter Lebensberichte hätte man in die