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Das vorliegende Buch des englischen Psychologen T. H. Pear trägt in einer manchmal wenig systematischen Weise eine Unmenge an wissenschaftlich fundiertem und nicht fundiertem Material zusammen, um den Nachweis zu erbringen, daß die englische Gesellschaft eine große Mannigfaltigkeit von Subkulturen umfaßt, die sich ihrer personellen Zusammensetzung nach nicht immer mit den gebräuchlichen soziologischen Kategorien decken. Es müßte deshalb eigentlich den Titel tragen: „Subcultural Differences in English Society“. Gerade darin steckt aber eine Problematik, die vom Autor nicht mit aller Deutlichkeit herausgearbeitet wird und die deshalb zumindest beim nicht-englischen Leser leicht den Eindruck des bloß Anekdotischen in der Aufzählung solcher subkulturellen Unterschiede weckt. Es mag aus diesem Grunde angebracht sein, diese Problematik kurz anzudeuten. Man kann menschliches Verhalten auf verschiedenen Abstraktionsebenen analysieren, wobei auf der für die Soziologie kennzeichnenden Ebene gerade von subkulturellen Unterschieden der Art, wie sie Pear für England beschreibt, abstrahiert wird, nicht so sehr dagegen auf der für die moderne Kulturanthropologie kennzeichnenden Ebene. Dies ist solange nicht belangvoll, als man mit Recht glaubt, annehmen zu dürfen, daß die Grenzen der wesentlichen Subkulturen einer Gesellschaft mit den Grenzen der den Soziologen interessierenden Gruppen und sozialen Kategorien zusammenfallen. Das braucht aber nicht immer der Fall zu sein. Wenn es zum Beispiel den englischen public schools gelingt, eine bestimmte Subkultur aufzubauen, zu der all diejenigen gehören, die durch eine dieser Schulen gegangen sind, dann