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Die Plastik der Naturvölker hat seit ihrer Entdeckung durch den Expressionismus vor rund 50 Jahren einen weiten Kreis von Freunden und Liebhabern gefunden, die sie wegen ihres ästhetischen Reizes schätzen. Ihre Interpretation hat seit den impulsiven Versuchen der ersten Enthusiasten, die wenig oder nichts von den geistigen Voraussetzungen dieser Bildnerei wußten (und manchmal auch gar nichts wissen wollten!), festere Formen angenommen, und das Dilletantische, das lange Zeit hindurch der Beschäftigung mit ihr anhaftete, ist allmählich einer gediegenen Wissenschaftlichkeit gewichen. Das hat sich allerdings noch nicht überall herumgesprochen. Noch immer gibt es Verleger und Autoren, die glauben, schon ein randweises Befassen mit dieser Materie genüge, hierüber zu schreiben, wofür gerade die Einführungen in die „Bilderbücher“ der letzten Jahre abschreckende Beispiele bieten.
Das vorliegende Werk ist auch ein solches „Bilderbuch“: herrlich ausgestattet mit hervorragenden Aufnahmen und gut ausgewählten Beispielen, ein Bilderbuch, in dem man gern blättert. In scharfer Abgrenzung ist sein Material ausschließlich den Primitivkulturen entnommen, so daß konsequenterweise weder die alten Hochkulturen Amerikas