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Einleitend umreißt der Verf. die große und wachsende Bedeutung, die der Psychotherapie für die menschliche Gesellschaft zukommt. Wegen der drängenden Frage des „Überlebens“ sei es notwendig, daß wir in einem viel größeren Umfang als bisher all unseren Scharfsinn, all unsere Kräfte anspannen, um die Potenzen der menschlichen Natur und die Motive unseres Handelns zu studieren. Man brauche in unserer Zeit nicht nur einen Abwehrchef mit Ministerrang, sondern einen Direktor für ein Forschungszentrum über Verhaltens- und zwischenmenschliche Beziehungslehre. Von der richtigen Entwicklung unserer Fähigkeiten zur Kooperation und zum gegenseitigen Verständnis hänge die Zukunft unserer menschlichen Gesellschaft ab.
Im weiteren verbreitet sich Verf. über die Bedeutung der Emotionen und Stimmungen für die Entwicklung der Neurosen, ohne hierbei wesentlich neue Gesichtspunkte einzuführen.
Zur Praxis der Psychotherapie wird emphatisch vor den in der allgemein ärztlichen Sprechstunde üblichen Maßnahmen wie Beruhigung, tröstendem Zuspruch, suggestiven Ratschlägen usw. gewarnt, weil all das die Entwicklung eines Verständnisses von „Innen“ Unterbindet, worauf es aber wesentlich ankäme, damit inneres Wachstum und Initiative gefördert werden. Ein solcher Prozeß verlange Zeit und könne keineswegs durch logische Diskussionen in Gang gebracht werden. Die unbewußt