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Es handelt sich um eine Arbeit über aktive Imagination, welche dem Verfasser zur Eruierung des Erlebnishintergrundes kurzfristig auftretender psychosomatischer Leiden als besonders wertvoll erscheint.
Der Patient wird aufgefordert, sich seine Beschwerden konzentriert vorzusagen und die Bilder oder Szenen, die ihm dabei aufsteigen, zu beschreiben und unter Umständen zum Ausgangspunkt weiterer Assoziationen zu benützen.
Falls der Patient Angst äußert, wird abgebrochen.
Die auf diese Weise hervorgerufene Imagination körperlicher Mißempfindungen, Affekte und Triebhandlungen teilt der Autor in zwei Kategorien ein:
Im Bild erscheinen ein Objekt oder eine Situation, welche Mißbehagen oder Mißstimmung auslösen, entstellt wieder;
falls es sich um einen verbal formulierten Affekt handelt, kann das Bild darüber hinaus auch noch eine entsprechende Wunscherfüllung beinhalten.
Eine und dieselbe Empfindung kann sich kurz nacheinander verschieden verbildlichen, je nach den Abwehrmechanismen, die in Aktion treten. Das im Wachzustand hervorgerufene Bild zeigt diesselben dynamisch wirksamen Faktoren wie die Traumbilder, unterliegt denselben Entstellungen und ist gewöhnlich ebensowenig affektbesetzt wie sie.
Den Vorteil dieser Methode sieht der Autor darin, daß damit, unabhängig von der Traumproduktion des Patienten, unbewußte Konflikte angegangen werden können und dadurch eine auch für die tägliche Praxis anwendbare rasche Diagnosestellung möglich wird.