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Der Autor hat längere Zeit in der Psychiatrischen Klinik in Omaha/Nebraska, USA, sowohl als Beobachter wie als aktiver Therapeut die dort im Aufbau begriffene Gruppenpsychotherapie kennenlernen können. Nach kurzer Einleitung und historischen Rückblick gibt er nun eine klare und zugleich kritische Darstellung der Technik, Ergebnisse, therapeutischen Faktoren und Anwendungsmöglichkeiten der Gruppenpsychotherapie. In einem Anhang werden drei praktische Beispiele mit wörtlichen Wiedergaben gruppentherapeutischer Gespräche gegeben.
Zur Technik stellt der Verfasser grundsätzlich fest, daß die größte therapeutische Wirkung dort erzielt wird, wo die Gruppe verantwortungsbewußt, aktiv und möglichst unabhängig von den Gruppenleitern arbeitet. Optimal sei eine Teilnehmerzahl von 6-10. Bei weniger als 6 Teilnehmern dürfte eine Gruppe im allgemeinen zu sehr unter dem Schatten des Gruppenleiters stehen, bei über 12 ergäbe sich die Gefahr der Zersplitterung in einzelne Untergruppen. Bei der Auswahl der Patienten solle keine schematische Gleichförmigkeit walten. Nach anfänglichen Versuchen setzen sich die Gruppen in Omaha jetzt aus sehr unterschiedlichen Teilnehmern zusammen, von neurotischen Poliklinikpatienten bis zu paranoiden Schizophrenen, die in stationärer Behandlung mit Megaphen stehen. Ein gültiges Kriterium für die Eignung eines psychiatrischen Patienten, mit Vorteil an der Gruppentherapie teilzunehmen, sieht der Autor in der Fähigkeit, Mitmenschen wahrzunehmen und mit ihnen in seelischen Kontakt zu treten. Das könne bei einem katatonen Patienten, der beinahe nichts spricht, sehr wohl noch der Fall sein, während Kranke mit einem organischen Psychosyndrom zu einer solchen Kontaktaufnahme unter Umständen nicht mehr fähig sind.
Wichtig ist aber, die Gruppe als Ganzes so aufzubauen, daß die Summe der „gesunden Kräfte“ die der „kranken Kräfte“ überwiegt, die Zahl der relativ intakten Persönlichkeiten die der psychotisch zerfallenen.
An praktisch-technischen Erfahrungen,