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Der offenbare Reichtum an psychotherapeutischen Zugangs- und Interpretationsmöglichkeiten zur Schizophrenie ist eindrucksvoll, und überraschend sind auch die Einfälle der Therapeuten, die oft nicht von den Äußerungen der psychotischen Kranken selbst zu unterscheiden sind. Das Wagnis, an deren Erlebens- und Denkvollzügen in einem solchen Ausmaß teilzuhaben, ist enorm und sicher nur einer kleineren Zahl besonders veranlagter Persönlichkeiten möglich.
Der gegenwärtige Stand der Forschung erlaubt wenig mehr als ein mutiges Eindringen in die bedrohten Bezirke und die Schilderung dessen, was dort vor sich geht. Man stößt dann, wie Verfasserin sich ausdrückt, in verschiedenen psychischen Schichten auf Bruchstücke. „Structuration dynamique“ bedeutet die Wiederherstellung sinnvoller Zusammenhänge durch die Psychotherapie. „Das erste Gebiet, das es zu ordnen gilt, ist das Gesamt jener psychischen Schichten, von denen aus die Erkenntnis des Körperschemas möglich wird. Die Ausarbeitung des Körperbildes, so schwach es auch sei, erfolgt mittels unserer Einflußnahme bis zur Annahme eines eingeschlechtlichen Körpers. Alsdann besteht die Möglichkeit, den Zeitbegriff einzuführen und zur klassischen Analyse überzuleiten … Psychosen sind für die analytische Psychotherapie insoweit angehbar, als die Beziehung mit dem Körperbild noch hergestellt werden kann.“ Dabei muß, je nach Art der angetroffenen Situation, das Vorgehen ein formales oder ein materielles sein. Für beide Methoden teilt uns die Verfasserin je eine Krankengeschichte als Beispiel