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Die Arbeit ist dem Altersjubilar Andre Repond gewidmet, der, von Frankreich kommend, die seelische Hygiene in der Schweiz eingeführt und durchgesetzt hat. Offiziell habe die Psychiatrie diesen jungen Wissenszweig heute zwar anerkannt, als eine seriöse Wissenschaft werde er aber vielfach noch bezweifelt. Verf. nennt dafür einige Gründe:
(1) Nicht wenige Arbeiten enthalten nur Banalitäten, eine Sammlung simpler psychologischer Ratschläge. (2) Auf der anderen Seite findet man unfruchtbare theoretische Auslassungen, mehr Ideologien als wissenschaftliche Erkenntnisse. (3) Über die Grenzen der Mentalhygiene besteht vorläufig keine Klarheit. Sie möchte auf schlechthin sämtliche menschlichen Bereiche Einfluß nehmen, wie Pädagogik, Anthropologie, Medizin, Soziologie, Politik, Industrie, Recht und Kriminologie, Philosophie und Theologie (von konfessioneller Seite wird dagegen Sturm gelaufen). (4) Dementsprechend rekrutieren sich die Vertreter der Mentalhygiene aus den verschiedensten Lagern (Ärzte, Psychologen, Erzieher, Soziologen, Juristen u. a. m.) und sprechen verschiedene Sprachen. Die Mentalhygiene weist eine „amöboide Konfiguration“ auf, bereit, ihre Pseudopodien mal hier, mal da auszustrecken. Wissenschaftlich unsaubere Elemente werden von ihr angezogen, und der Slogan, den sie dabei entwickelt,