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Der soziale Druck der Gesellschaft gegenüber der Homosexualität veranlaßt die diskretere Terminologie der Homophilie. Die der Gesellschaft durch ihr subjektives Empfinden der Andersartigkeit
gegenüberstehende Gruppe der Homophilen ist bei kulturell heterogener Zusammensetzung ohne eine eigentliche Ideologie verbunden im Sinne einer ausgesetzten Minderheit. Die Unfähigkeit des durchschnittlichen Heterophilen zur „Anerkennung“ und „Akzeptierung“ der Homophilen scheidet zwei Hauptgruppen der Homophilen in einer zentrifugalen und zentripetalen Lösung des Konfliktes.
Die Befürchtung des gesellschaftlichen Unterganges einerseits, überkompensierender Ehrgeiz und Geltungsdrang andererseits führt zur zentrifugalen Lösung, der Verleugnung der Homophilie, um auf diese Weise die Anerkennung durch die Gesellschaft zu erreichen.
Furcht vor innerer Einsamkeit oder die „Reaktion der heterophilen Gesellschaftsgenossen“ führt zur zentripetalen Lösung und zum unter Umständen entschiedenen Einsatz für die homophile Gruppe ohne Rücksicht auf persönliche Chancen in der Gesellschaft.
Die defaitistische Haltung vieler Homophiler erschwert das Streben nach Annäherung der heterosexuellen Mehrheit zu einem sachlich richtigen und unpersönlichen Standpunkt der Neutralität. Die Neigung zur Isolierung und Exklusivität führt zum Verlust der Spontaneität und damit bedenklicherweise zur groben Überbewertung der eigenen Gruppe, „als eines Zönakels der Auserwählten“, der „es sich leisten kann, die weitere Umwelt zu ignorieren“.
Bei einer Schätzung von 100 000 Männern und Frauen ab 18 Jahren im Kreis der Homophilen in den Niederlanden neigt die heterophile Mehrheit in Unkenntnis dieser Zahlen und dieses Umfanges fälschlicherweise häufig zu einer Bagatellisierung der echten Probleme.
Die innerpsychische Situation der „Dissimulanten“ und „Non-Dissimulanten“ und die Art ihrer Beziehungen zur heterophilen Mehrheit sowohl wie zu der homophilen Minderheit, damit das ganze Span